Aktuelle Studie: Absolventen 2015 unter die Lupe genommen

Die aktuelle  Studie des Kienbaum Instituts @ ISM für Leadership & Transformation zeigt: Die Generation Y präsentiert sich auf dem Arbeitsmarkt viel heterogener, als bislang angenommen. Unter den 601 befragten Hochschulabsolventen lassen sich vier Typen identifizieren, die sich in ihren Karriereambitionen unterscheiden. Ferner lassen sich vier zentrale Ergebnisse ableiten:

  • Führung und Karriere: Die klassische Führungskarriere wird nur noch von 20 % der Absolventen angestrebt. Auch bei ihnen stehen Teamarbeit und  ein harmonisches Miteinander hoch im Kurs. Die meisten Absolventen wünschen sich  eine harmonische Zusammenarbeit mit flachen Hierarchien und der Möglichkeit zur Mitgestaltung und Mitbestimmung.  Inwieweit diese Generation damit auch durchsetzungs- und konfliktstark genug für Führungsaufgaben ist, stellt eine der Herausforderungen an Arbeitgeber dar, die es zu lösen gilt.
  • Aufbrechen von Geschlechterrollen: Karriereorientierung ist zwar immer noch mehrheitlich eine männliche Eigenschaft – zwei Drittel der Befragten, die sich der Gruppe der Karriereorientierten zuordnen lassen, sind Männer, lediglich ein Drittel ist weiblich. Dennoch deuten die Ergebnisse darauf hin, dass klassische Stereotype durchbrochen werden: Ein Drittel der karriereorientierten Frauen beispielsweise stellen Familie und Freunde für den Beruf hintenan. Ebenso ist einem Drittel der erlebnisorientierten Männer die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ein großes Anliegen. Die Ergebnisse zeigen, dass auch in der Generation Y noch klassische Rollenmuster zu finden sind, Karriere aber immer mehr zu einer Frage des Wollens wird.
  • Dynamisierung der Arbeit: Ein Arbeitsumfeld mit flexiblen Strukturen, abwechslungsreichen und herausfordernden Tätigkeiten sowie einem kollegialen Arbeitsumfeld sind die herausstechende Erwartungen der Absolventengeneration 2015. 
  • Innovative Work-Life-Family Maßnahmen: 38 Prozent der Befragten wollen beides – Karriere und Familie, für weitere 29 % steht das sogar an oberster Stelle. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist somit von besonderer Relevanz. Hier können innovative Work-Life-Family Angebote einen Wettbewerbsvorteil von Unternehmen  für Nachwuchsakademiker darstellen.

 

Die einzelnen Typen und daraus abgeleitete Handlungsempfehlungen für Arbeitgeber im Umgang mit Bewerbern der Generation Y finden Sie in unserer Studie zum Download.

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