Projekte

Im Rahmen des Projektes werden für den Kunden relevante arbeitsbezogene Einflussgrößen der Mitarbeitergesundheit analysiert - und zwar das aktuelle Führungsverhalten, die Ressourcen der Mitarbeiter sowie organisationale Strukturen und Prozesse.

Demnach werden dann entsprechende Maßnahmen konzipiert:

  • Den Führungskräften werden in Workshops die Grundlagen ethischer Führung nähergebracht. Durch ethische Führung werden die ungünstigen Wirkungen von emotionalen Belastungen bei der Arbeit auf die psychische Gesundheit (emotionale Erschöpfung) abgeschwächt. Insofern ist ethische Führung eine wichtige protektive Ressource, welche die Stressbewältigung von Mitarbeitern unterstützt und sie vor Erschöpfung schützt.
  • Mitarbeitertrainings fokussieren die Bewältigung von Emotionsarbeit. Ziele der Emotionsarbeit sind u.a. eine verbesserte Steuerung der eigenen Emotionen, Übungen zur Regeneration der eigenen Ressourcen, ein effizienter Einsatz von Ressourcen bei der Arbeit sowie die Vermittlung von Strategien zur Selbstmotivierung.
  • Anhand qualitativer Interviews wird der Status Quo der Arbeitsorganisation in den relevanten Teilbereichen des Unternehmens u.a. in Bezug auf Teamstrukturen, hierarchische Bedingungen, Aufgabenteilung und Kontrollspielräume untersucht. Durch eine differenzierte Analyse der Arbeitsabläufe können sowohl die Rollen der verschiedenen Akteure als auch die Abhängigkeiten einzelner Prozesse sichtbar gemacht werden. Aus den Ergebnissen einer Bestandsaufnahme werden Potenziale für eine Optimierung der Aufbau- und Ablauforganisation aufgezeigt, um einen potentiellen starken Zeitdruck und ein hohes Arbeitsvolumen nachhaltig abzubauen sowie die Belastung der Mitarbeiter durch Emotionsarbeit zu reduzieren.

Das Projekt ist aktuell laufend.

Der demografische Wandel wird das Bild unserer Gesellschaft nachhaltig verändern. Unternehmen müssen sich dabei nicht nur auf tendenziell älter werdende Kunden einstellen, sondern sich auch mit der Frage auseinandersetzen, was die Bedürfnisse und Wünsche einer zukünftig älteren Generation von Menschen sind.

Zur Beantwortung dieser Frage soll ein neues, designgetriebenes Innovations- und Geschäftsmodell erforscht und erprobt werden: das +SeniorDesignLab. In diesem Modell sollen Kreativ- und Sozialwirtschaft eine gemeinsame Dienstleistung für Unternehmen anbieten, die sich den Herausforderungen des demografischen Wandels ab sofort stellen wollen.

Basis für die Entwicklung des Modells ist die Design-Thinking-Methode. Dieser Ansatz wird im Vorhaben zu einem explizit nutzerintegrierenden Design-Making-Konzept weiterentwickelt.

Mittels Design Thinking sollen die Bedürfnisse einer alternden Gesellschaft erkannt und in wirtschaftliche Konzepte und attraktive Angebote überführt werden - und zwar vor dem Hintergrund von Rohstoffverknappung und Klimawandel. Die Kreativwirtschaft kann dabei wichtiger Treiber für die Gestaltung des demografischen Wandels werden, wenn sie sich mit der Sozialwirtschaft und ihren engagierten Senioren sowie den bereits in NRW existierenden bürger-offenen FabLab-Strukturen verzahnt.

Schließlich gilt es zu ermitteln, unter welchen Voraussetzungen und Rahmenbedingungen heutige Senioren effizient und nutzerorientiert in einem Kreativprozess mitwirken können. Im Ergebnis dieses Vorhabens entsteht das +SeniorDesignLab als ein neues Innovations- und Dienstleistungsmodell, um dem demografischen Wandel ideenstark zu begegnen. Designer, Senioren und Unternehmen entwickeln gemeinsam neue Produktideen und setzen sie prototypisch um.

In dem Forschungsvorhaben sind neben dem Designbüro MMID Essen, der AWO Dortmund und zwei Forschungspartnern aus Technik, Nachhaltigkeit und Nutzerintegration (Fraunhofer UMSICHT) sowie Psychologie (ISM Dortmund) auch das Sanitätshaus Kraft und die F&A Manufaktur als Projektpartner integriert. Weitere Vernetzungspartner sind die Folkwang Universität der Künste sowie die Stadtteilgenossenschaft InWest Dortmund.